Die Jägervereinigung Karlsruhe

Wurzeln und Zukunft der Jägervereinigung Karlsruhe

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Bereits 1946 gab es in Karlsruhe die ersten Ansätze zur Gründung einer jagdlichen Organisation. So wurde der „Wildschutzverein Karlsruhe“ ins Leben gerufen. 1947 folgte die Gründung der heutigen Jägervereinigung Karlsruhe, wenn auch noch unter anderem Namen. Zum 40-jährigen Jubiläum 1987 erschien eine interessante Festschrift, das 50-jährige Jubiläum 1997 wurde mit einer großen Festausstellung unter dem Motto „Jagd ist mehr....“ in den Räumen des Landesgewerbeamtes gefeiert.

Die Vorstandschaft der JV Karlsruhe, KJM Thomas Maier und seine beiden Stellvertreter Martin Remmele und Stephan Hüsgen, hat ihre Arbeit in einem Organigramm strukturiert. Die Aufgaben werden von den Fachgebieten „Verwaltung“ (Thomas Maier), „Recht“ (Daniel Vonderau), „Öffentlichkeitsarbeit“ (Thomas Hauck), sowie „Jagd und Naturschutz“ (Martin Remmele) wahrgenommen. Diese werden in den einzelnen Unterabschnitten durch Referenten unterstützt.

Der Bereich der JV Karlsruhe umfasst die alten Grenzen des Stadt- und Landkreises Karlsruhe vor der Verwaltungsreform 1972/73. Sie hat eine Fläche von 53.726 Hektar, davon 19.036 Hektar Wald. Heute hat die Jägervereinigung Karlsruhe knapp 800 Mitglieder und zählt damit zu den vier größten Jägervereinigungen in BW.

Sie ist in sechs Hegeringe, in denen eine sehr gute Basisarbeit geleistet wird, untergliedert. Hierzu weitere Einzelheiten siehe unter der Rubrik "Hegeringe".

Aus dieser Einteilung lässt sich erkennen, dass das Vereinsgebiet grob in zwei Naturräume gegliedert werden kann: Im Westen die Rheinebene und östlich angrenzend das Kraichgauer Hügelland bzw. die Ausläufer des nördlichen Schwarzwalds. Die Jäger haben daher schon rein landschaftlich sehr unterschiedliche Voraussetzungen bei der jagdlichen Betätigung.

Hauptwildarten sind Reh- und Schwarzwild, des Weiteren kommen an jagdbaren Wildarten alles Raubwild, Hase, Kaninchen, Rebhuhn, Fasan, Stockenten und Damwild vor. Wie in vielen Teilen unseres Landes sind die steigenden Schwarzwildschäden ein ständiges Thema. Seit einigen Jahren brüten nun auch Grau- und Kanadagänse in den Rheinauen und den Baggerseen. Der damit einhergehenden Verschmutzung der Badestrände und den Schäden in der Landwirtschaft soll mit Einzelabschüssen begegnet werden. Bisher aber mit sehr mäßigem Erfolg.

Die JV Karlsruhe berät und unterstützt die Mitglieder vor Ort bei Maßnahmen zur Biotopverbesserung. Auf Antrag besteht auch im Einzelfall die Möglichkeit einer finanziellen Förderung. Profunder Ansprechpartner hierfür ist der stellv. KJM Martin Remmele. Er vertritt die KJV in den Gremien des Naturschutzes, bei benachbarten Organisationen und ist für die fachlichen Stellungnahmen verantwortlich.
  
Mit der Jägerschule Hardt gibt es Ausbildungskursmöglichkeiten für angehende Jungjäger. Seit einigen Jahren, also bereits vor der Beleihung des LJV, wird die Jägerprüfung im Stadt- und Landkreis Karlsruhe von einer gemeinsam mit der JV Bruchsal vorgeschlagenen Prüfungskommission abgenommen.

Die Jagdhornbläser sind in Karlsruhe sehr engagiert, so hat bis auf den HR 4 jeder HR seine eigene Bläsergruppe, die auch an den Landesbläsertreffen teilnehmen und dort schon sehr gute Erfolge erzielen konnten. Neben den üblichen Vereinsanlässen tragen die Jagdhornbläser viel zum Bild des Jägers in der Gesellschaft bei und unterstützen damit die breite Öffentlichkeitsarbeit enorm.

Die Hundearbeit nimmt in der KJV einen hohen Stellenwert ein. Hundeobmann Hans Schwabe als Verbindungsmann zwischen LJV, JV und den Hundeführern kümmert sich seit Jahren mit großem Engagement um die Ausbildung zu brauchbaren Jagdhunden. Seine Kurse sind geprägt durch Können und Wissen und mit viel Passion führt er jedes Jahr die Hundeprüfungen durch. Durch die Präsentation der unterschiedlichen Hunderassen und ihrer verschiedenen Einsatzmöglichkeiten informiert er die Öffentlichkeit über die wichtige Arbeit des Jägers mit seinem vierbeinigen Helfer. Tino Schlittenhardt aus Karlsbad sowie Christian Tauber aus Stutensee, bilden die anerkannten Nachsuchengespanne der Jägervereinigung.

Mit viel Engagement und Zeit widmet sich die Jägervereinigung auch der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei kommt der Arbeit von Lernort Natur eine besondere Bedeutung zu. Dieser Aufgabe widmen sich mit großer Hingabe und Engagement Kurt Veit gemeinsam mit seiner Tochter Franziska. Zahlreiche Anfragen von Schulen und Kindergärten zeigen, dass der Bedarf im Bereich Naturpädagogik hoch ist. 

Erstellt am 11.03.2014
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